Kapitel 0: Die Woche davor
25. November 1999
Es ist die letzte Heimbar vor der HVV und es wird
noch ein Heimpräsident gesucht. Christian und Sebastian überzeugen mich, daß
ich vielleicht der richtige für den Job sein könnte. Ich hatte mir die Tage
vorher, nachdem ich die Bewerbung für den Netztutor-Posten abgegeben hatte,
schon Gedanken darüber gemacht, ob ich nicht doch HP werden will. Jetzt ist es
klar, "Ich mach's" ist der Spruch, den wir bei Alex gegen Ende der Heimbar auf
die Bewerbung schreiben und Sebastian in die Hand drücken.
26. November
Der Tag der HVV. Christian meinte, die HPs wollten
ordentlich gekleidet erscheinen, damit das Ganze auch einen guten Eindruck
erscheint. Ich ziehe also ein Hemd mit Krawatte an. In Endeffekt erschienen er
und Sebastian dann doch nur "so", aber was solls. Die HVV verläuft normal, d.h.
mit einigen länglichen Diskussionen über Variationen der immer gleichen Themen
(Waschmaschinen, Feuerleitern, etc.). Nach zwei Stunden die Auszählung: ich bin
Heimpräsident :-) Anschließend geben wir einen kleinen Sektumtrunk, danach noch
Plausch mit Mark, dem neuen Kassenwart.
27. November
Nachdem Christian schon angekündigt hat, demnächst acht
Heim-D-Ordner bei mir deponieren zu wollen, habe ich mal etwas Ordnung in mein
Zimmer gebracht und den Netzwart-Kram etwas zur Seite geschoben. Ich brauche
noch ein gutes Präsidenten-Türschild ;-)
Kapitel 1: Das erste Semester
1. Dezember
Konstituierende HP-Sitzung. Die alten Flurräte und
Amtsträger werden von Sebastian mit Schokolade verabschiedet. Nach etwa einer
Stunde sind ziemlich alle Heimbar- und Heimcafe-Dienste unter den Neuen
verteilt. Anschließend bringe ich die letzten Netzwart-Überreste zu Andreas.
Sebastian wartet schon für die Präsidenten- und Rotlicht-Heimbar. Es ist super
voll, um drei Uhr sind noch zwei Dutzend Leute da. Kleines Intermezzo am Rande:
eine 21erin verletzt sich an einem zerbrechenden Glas, dummerweise am Mund.
Alex und Linards rufen einen Krankenwagen, ich sperre die Schranke auf. Zum
Glück ist es doch nicht so wild, wie es erst aussah.
2. Dezember
Heute habe ich mir die Ordner, die ich von Christian
bekommen hatte, angesehen. Die HVV-Protokolle reichen bis 1976 zurück, da weht
einem schon der Hauch der Geschichte ins Gesicht. Wenn man so die
Anwesenheitslisten weiter zurück blättert, werden es immer weniger Leute, die
man noch kennt. Die Themen auf den Sitzungen waren auch immer fast gleich:
Lärm aus der Heimbar, Feuerleitern, Waschmaschinen... Sebastian und ich wollen
die Ordner sortieren und besser pflegen, möglichst im Tutkeller, wo man besser
drankommt.
4. Dezember
Die letzten beiden Tage habe ich ungefähr fünf Kilo
unbeschriftete Schlüssel in diverse leider meist nicht passende Löcher
gesteckt. Immerhin war ein Tischtennisraumschlüssel und derjenige, mit dem am
Heimfest immer die Toiletten abgeschlossen werden, dabei. Die Party am Abend
in der Heimbar ist etwas arg laut, ich drehe den Verstärker etwas runter.
5. Dezember
Brainstorming mit Sebastian im Heimcafe. Allein die
Liste mit den Ideen für kurzfristige Sachen ist ein A4-Blatt groß. Mal sehen,
was sich davon umsetzen läßt.
7. Dezember
Im Heimfrühstück Interview mit Univox, die ein
Wohnheime-Quiz veranstalten. Am Donnerstag werden wir gehen das "E"
antreten. Eine Waschmaschine will nicht so, wie wir wollen, ich stelle den
Zähler von 4*30min auf 12*10min um. Jetzt sind es hoffentlich wirklich
zwei Stunden. Die vierte Waschmaschine, die Ludger weitestgehend repariert hat,
macht sich im Testlauf einigermaßen gut. Vermutlich muß nur ein Lager
ausgetauscht werden. Anschließend sortiere ich nochmal Schlüssel, dieses mal
einen Stapel von Sebastian. Vermutlich sind die meisten Schlösser dazu schon
seit Jahren nicht mehr vorhanden.
8. Dezember
Wir haben einige Themen, die wir noch mit Herrn
Schönenberger besprechen möchten, er ist aber gerade nicht da. Naja, kommen wir
halt im Laufe der Woche nochmal. Abends in der Heimbar merke ich, daß der
Verstärker noch runtergeregelt ist. Man lernt nie aus, ich hätt ja auch früher
dran denken können.
9. Dezember
Heute war das Univox-Quiz. Alex und Bettina haben sich im
Studio in der Stadt wacker geschlagen, das Heim E war aber in der Endabrechnung
leider einen Punkt (28:27) besser. Wer weiß schon, wieviele Bücher die SULB
hat? (Antwort: 1,6 Millionen.) Insgesamt wars ziemlich witzig, immerhin einen
Kasten Bier haben wir gewonnen.
11. Dezember
Zur HVV möchten wir einige Änderungen in der Heimsatzung
einbringen, dazu muß man diese natürlich erst ausformulieren und bis Sonntag
abend ausgehängt haben, wenn die HVV am Mittwoch sein soll. Unter anderen
möchten wir die HVV wirklich so nennen, diese heißt bisher "HV".
12. Dezember
Dieses verklausulierte Juristen-Deutsch ist wirklich
furchtbar. Es ist fast unmöglich, eine Wahlordnung in der Satzung so zu
verankern, daß keiner sie falsch verstehen kann (können will). Erstaunlich ist
außerdem, wieviele Meter Wäscheleine dabei drauf gehen, wenn man zusätzliche
Leinen in den Waschküchen spannt, netterweise waren einige Haken schon/noch da.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gerade mal ein paar von den spinnenartigen
Leinen im Ost-Keller entfernt, die "normalen" Leinen waren vor lauter wild quer
gespannten nicht mehr benutzbar. Mittags war außerdem Stromausfall, ich helfe
Rainer nachts noch, Hal wieder zu beleben, das Netzteil war ausgefallen. Mit
einem Ersatz-Rechner und alter Platte läuft zumindest der Webserver wieder, das
Terminal will nicht so ganz.
13. Dezember
Endlich erwischen wir Herrn Schönenberger, er hat zwar
"nur zehn Minuten" Zeit, hinterher wars aber doch eine halbe Stunde. Er
präsentiert uns erstmal eine Rechnung der Reinigungsfirma, die nach dem
25er-Flurfest im November eine extra Schicht einlegen mußte, er legt die Kosten
auf den Heimfonds um. Hmpf, kann man nix machen, mal sehen, was der 25er dazu
sagt. Immerhin ist der Tutoren-Fonds im letzten Semester völlig ausgeschöpft
worden. Weitere Kochplatten gibts, wenn irgendjemand rausfindet, ob und wo es
passende gibt. Er fragt mal nochmal bei der Gasfirma nach. Die Netzwarte werden
unabhängig von der tatsächlichen Amtsdauer nur 9 von 12 Monaten bezahlt, indem
sie im März, August und September nix bekommen, genau wie bei den Tutoren.
Außerdem ist es mittlerweile offiziell so, daß der Landestutor aus dem Heim D
kommt und das E nur "Zweigstelle" ist; immerhin wohnen bei uns wesentlich mehr
(Erasmus-)Ausländer.
14. Dezember
Endlich komme ich dazu, den Putzfrauen die Waschmarken zu
geben die sie haben wollten. Ich sollte öfters vor 9 Uhr aufstehen... Tagsüber
diverse Besuche bei Flurräten, die bis zur HVV eine knappe Zusammenstellung der
Flurkasse des letzten Semesters abliefern sollen. Das Ganze hat den Zweck, daß
die bisher sehr mau geführten Flurkassen am Ende des Semesters geprüft werden
sollen, damit der alte Flurrat abgesichert ist und der neue weiß, mit was er
anfangen kann. Das Ergebnis ist größtenteils erschreckend, eine richtige
Kassenprüfung macht nur ein Flur, etwa vier haben eine einigermaßen ordentliche
Buchführung und der Rest hat nur einen Pott, teilweise gibt es vom alten
Flurrat gar keine Unterlagen. Am Ende dieses Semesters soll dann hoffentlich
alles ordentlich sein. Bei der Gelegenheit rede ich noch mit Herrn Wolter, der
zur Zeit die Zimmer streicht. Im 11er hatte es einige Mißverständnisse gegeben,
der Hausmeister habe den Leuten mit Kündigung gedroht, wenn sie nicht "sofort"
ihr Zimmer streichen lassen würden. Fazit: wenn man mit den Leuten redet, geht
vieles und Herr Wolter ist flexibel bei der Einteilung, die Leute müssen ihn
nur ansprechen. Am Abend ist das Schloß der Schranke zum Wald hin aufgebrochen
worden, nachdem es erst zwei Wochen zuvor ausgetauscht worden war. (Damals hatte
es jemand mit der Axt geöffnet, weil er offensichtlich ohne Schlüssel durch wollte. Jetzt hats niemand gesehen.)
Mittwoch, 15. Dezember
"Antrittsbesuch" bei Herrn Pietsch. Wir
besichtigen erstmal einen größere Sauerei auf einer 23er-Toilette. Die
Putzfrauen wollen das nicht sauber machen und eine Sonderreinigung würde
kostenmäßig wohl auf den Flur umgelegt. Adam (Flurrat) macht den Dreck dann
weg, aber gewesen wars natürlich keiner. Die Frage ist wirklich, wie man sowas
überhaupt produzieren kann :-( Bei der TBD bekomme ich ein neues
Schranken-Schloß, plus die Zusage, daß ich mal mit dem einzelnen
Heimbar-Pizzablech vorbeikommen solle, die Dachdecker könnten in der Werkstatt
was bauen. (Wird das die große Errungenschaft meiner Amtszeit werden?!) Die HVV
abends ist sehr mau besucht, mit 40 Leuten reichts nicht für die
Satzungsänderung, die auf dem Programm stand. Nathalie wird mit 33 ja und 3
nein-Stimmen als Landestutorin gewählt.
Donnerstag, 16. Dezember
Gestern mußte während der Heimbar wieder
der Krankenwagen kommen, den HPn wurde natürlich erst so spät bescheid gesagt,
daß die Sanis die Schranke schon mit dem Bolzenschneider geöffnet hatten.
So langsam sollte sich die TBD wirklich wundern, wie lange bei uns die
Schrankenschlösser halten...
Freitag, 17. Dezember
Nikolausheimbar. Ich bekomme einen Presseausweis
geschenkt, der mich berechtigt, weiterhin im Heim zu fotografieren :-)
Samstag, 18. Dezember
Mark, Nathalie, Sebastian und ich sammeln den
Müll auf, der sich in den letzten Jahren rund um das Wohnheim angesammelt hat.
Der Westbau hat mehr Kartoffeln, der Ostbau mehr Eierschalen unter den
Küchenfenstern liegen. Die Heimfest-Deko, die der 23er vermißt hat, findet sich ebenfalls im Gestrüpp unter den Küchen, wir werfen das Teil aber weg, immerhin
hat es sich mit schätzungsweise 5 Litern Wasser vollgesaugt.
Sonntag, 19. Dezember
Da die Waschmaschine immernoch kaputt ist,
tausche ich mal den Zähler gegen einen aus den Trocknern aus, bei dem im
Westbau ist sowieso die Sicherung kaputt. Die neue von der TBD paßt natürlich
nicht, vielleicht hat der Hausmeister noch eine.
Dienstag, 21. Dezember
Dem Studentenwerk werden die
Weihnachtsgeschenke überreicht, Herr Schönenberger ist erfreut. Es zeichnet
sich außerdem eine Lösung unseres "Fenster-Problems" ab, spätestens Ende März
sollte die Sache erledigt sein. Der Hausmeister verspricht, sich bald um die
verschimmelten Deckenplatten im 25er zu kümmern. Abends bringt Sebastian die
restlichen HP-Sachen vorbei, er ist bis Januar in Brandenburg.
Donnerstag, 23. Dezember
Letzte Vorbereitungen für den Jahreswechsel.
Mittlerweile sind selbst die Leute, die "immer" da sind, weg - ich sollte auch
verschwinden. Am 29. ist aber natürlich wieder Heimbar...
Montag, 27. Dezember
Eine Karte vom DPD behauptet, ein Paket für das
"Studentenwohnheim D" wäre angekommen. Ein Anruf ergibt nur, daß das Paket
wahrscheinlich schon wieder auf dem Rückweg ist, der genaue Empfänger ist nicht
zu ermitteln. Ich werfe die Karte weg.
Freitag, 31. Dezember
Das Schloß der Eingangstür zum Westbau klemmt.
Mit ein paar Tropfen Öl gehts wieder.
Montag, 3. Januar
Das Heim ist ohne Probleme ins Jahr 2000 gekommen
:-) Ein kurzer Besuch mittags bei Schönenberger dauerte natürlich wieder viel
länger als angedacht: wenn wir wollen, können wir selbst versuchen, wieder
gelbe Säcke zu installieren, das Studentenwerk würde uns die Sack-Behälter
stellen, wir müßten uns nur mit der Abfallfirma absprechen. Außerdem habe ich
jetzt eine hoffentlich vollständige Version unseres Reinigungsplans, damit man
weiß, an welchen Stellen die Putzfrauen zuständig sind. Für Gebäudepläne, wo
die Fernsehkabel liegen, ist das Medienzentrum zuständig, die sind aber schon
wieder weg, also morgen nochmal dort vorbei gehen. Halbe Stunde später: warum
vergißt unser Ex-Christian-HP eigentlich ständig seinen Zimmerschlüssel?
Mittwoch, 5. Januar
Das Medienzentrum sagt, daß es auch keine Pläne
unserer Fernsehverkabelung habe, die Firma Rau sei da zuständig. Eine
Nachfrage nach der Qualität der Radioprogramme ergibt, daß die Antenne auf
Gebäude 8 beschädigt sei und im Laufe des Jahres mit dann hoffentlich
vorhandenen Mitteln repariert werde. Einer meiner Nachbarn beschwert sich über
ein von den Putzfrauen verwendetes Mittel, das laut Beschriftung alles andere
als gesund ist. Mit viel Lüften ist der Geruch weg, das Problem sollte man aber
wirklich mal mit der Firma besprechen. Nebeneffekt: der Linoleumboden hat an
einer Stelle jetzt ein häßliches Loch. Ganz ungefährlich ist das Zeug
offensichtlich nicht.
Donnerstag, 6. Januar
Eine Waschmaschine ist verstopft. Ich entferne
einige eklige Flusen aus dem Filter; nach dreimal Spülen und Ablaufen und einer
kleinen Überschwemmung ist die Maschine wieder flott.
Dienstag, 11. Januar
Ich fülle die uralten Wäschehaufen in den
Waschküchen in Müllsäcke um. Wo ist eigentlich die nächste
Altkleidersammelstelle? Die gute Nachricht: der Batteriecontainer im
Zwischenbau ist geleert worden.
Mittwoch, 12. Januar
Ein Waschzähler hat zwei Münzen gefressen.
Montag, 17. Januar
HP-Sitzung um 18 Uhr. Das Heimfest wird auf
Donnerstag, den 10. Februar gelegt. Das Thema "Feuerleitern", daß sonst immer
heiß diskutiert wird auf HVVs, wurde ungewöhnlich gelassen aufgenommen. Mal
sehen, was die HVV zu dem Vorschlag sagt, das Heim solle/wolle die Hälfte der
24.000 DM selbst übernehmen. Um 19 Uhr wollten dann die meisten in den Unifilm,
sodaß die Sitzung erfreulich kurz war. Vielleicht sollten wir immer ein Limit
setzen...
Dienstag, 18. Januar
Der Hausmeister hat noch ein paar Ameisenfallen
übrig, mal sehen, wo man sie einsetzen kann. Der 11er kann sich nochmal einen
Toilettenschlüssel geben lassen, der alte ist leider verschwunden.
Mittwoch, 19. Januar
Die Dekra testet zur Zeit alle Steckdosen und die
restliche Elektroinstallation im Heim. Ich begleite den Techniker Nachmittags
für zwei Stunden, da der Hausmeister noch andere Dinge zu tun hat. Im 15er ist
natürlich noch alles neu und nach DIN-VDE, aber der 21er z.B. ist
"katastrophal" und in die Heimbar dürfe man eigentlich keinen mehr reinlassen.
Hmpf. Bei letzterem könnten wir bei der nächsten Heimbar-Umbauaktion mal etwas
abhelfen.
Donnerstag, 20. Januar
Bestallung der Landestutoren im Sitzungszimmer
im Dachgeschoß der Mensa (ja, da oben ist wirklich noch was drauf). Ich weiß
zwar immer noch nicht, was der Unterschied zwischen Bestellung und Bestallung
ist, aber Prof. Richter möchte uns möglichst unterstützen, ist immer erreichbar
und auf Treffen der Heimpräsidien der verschiedenen Wohnheime sollen Probleme
angesprochen werden. Nathalie wird sich noch etwas um ein paar Programmpunkte
kümmern, ihre Bewerbung war halt ziemlich kurzfristig und knapp.
Freitag, 21. Januar
Bei der Elektro-Prüfung war eine Bewohnerin gerade
nicht in ihrem Zimmer, hatte aber die Tür nicht abgeschlossen und den Schlüssen
im Zimmer. Der Hausmeister hat die Tür hinterher abgeschlossen. Nach dem die
betreffende eine Nacht sonstwo geschlafen hat, öffnen wir die Tür wieder mit
dem Generalschlüssel. Abends auf der Premierenparty der eingefrorenen
Shakespeares geht die Lichtorgel in der Heimbar nicht, nach dem Entwirren der
Kabel finde ich dann auch den richtigen Stecker. Außerdem ist am Nachmittag
eine Mail vom Rechenzentrum gekommen, in der angekündigt wird, daß unsere
IP-Adressen umgestellt werden. Damit wären weitreichende Einschränkungen
verbunden.
Samstag, 22. Januar
Der Schlüssel von gestern ist auch im Zimmer nicht
wieder aufgetaucht, sie fährt zu ihren Eltern, wo der zweite Schlüssel liegt.
Ich sperre die Tür wieder zu. Abends Winterball der Uni.
Sonntag, 23. Januar
Wir setzen uns mit dem Heim-E-Netzwarten zusammen,
um das weitere Vorgehen bzgl. des Rechenzentrums abzusprechen. Wir wollen
zunächst beim Studentenwerk nachfragen, ob die was wissen.
Montag, 24. Januar
Herr Schönenberger weiß nichts von Plänen des
Rechenzentrums. Er versucht, Herrn Klein zu erreichen, damit wir näheres
erfahren. Am Mittwoch soll es ein Treffen mit den Verantwortlichen im
Rechenzentrum geben, damit wir unseren Unmut über die Umstellung zum Ausdruck
bringen können. Genaueres wissen wir leider noch nicht. Bei der Gelegenheit
gebe ich auch gerade einen Brief ab, in dem wir dem Studentenwerk anbieten, die
Hälfte der 24.000 DM, die die Feuerleitern kosten werden, zu übernehmen. Der
Vorstand wird im Februar darüber entscheiden.
Mittwoch, 26. Januar
Es kommt wirklich alles zusammen: Heute wurde mein Zimmer gestrichen, d.h. alles aus- und wieder einräumen. Außerdem bin ich
eigentlich krank und sollte vermutlich im Bett liegen. Das Gespräch
mittags im RZ ergibt zumindest mal, daß die Übergangszeit auf
bis Ende der Semesterferien erhöht werden soll. In dieser Zeit soll das
Waldhaus, das schon die privaten IP-Adressen hat, testen, ob diese ausreichen
oder ob doch alle öffentliche IPs bekommen. ICQ soll in jedem Fall weiter
möglich sein. Etwa zur gleichen Zeit fällt dann auch noch das Wasser
im Westbau aus. Alle müssen in den Ostbau tappen, was nicht so
angenehm ist, wenn man krank ist :-(
Donnerstag, 27. Januar
Das Wohnheim Rotenbergstraße verschiebt
sein Heimfest, das ursprünglich auch am 10. Februar stattfinden sollte,
eine Woche nach vorne.
Dienstag, 1. Februar
Es wird merklich wärmer im Wohnheim: die
Fenster aufreißende "Mantelfrau" ist endlich ausgezogen (worden). Der
Hausmeister meinte hinterher, das Zimmer wäre das dreckigste gewesen,
daß er je gesehen hätte...
Mittwoch, 2. Februar
Die Antwort vom Studentenwerk bezüglich der
Verlängerungen der Erasmus-Leute, die hier Flurräte sind und deren
Mietvertrag trotz längerem Programm-Aufenthalt nur sechs Monate läuft,
fällt negativ aus, das Auslandsamt sei zuständig.
Sonntag, 6. Februar
Ein Waschzähler ist wieder mal kaputt.
Ich hasse diese Dinger. Eine andere Waschmaschine ist verstopft.
Dienstag, 8. Februar
Der Techniker von Seppelfricke wollte heute
kommen und die Herde reparieren, passiert ist aber nix, grmpf. Und: ich
bekomme Feedback auf dieses Tagebuch hier! Edith wollte damit ihr
Grammatikprogramm testen, es kommt aber mit der ausgefeilten Struktur meiner
Sätze nicht zurecht... ;-)
Mittwoch, 9. Februar
Treffen der HPs und Tutoren der Wohnheime in der
Rotenbergstraße. Vom D sind Nathalie und Rainer dabei. Die Effizienz ist nur
mittelmäßig, im Wesentlichen werden nur zwei Themen angeschnitten und dann
ziemlich breitgetreten: Finanzierung des Internets im Waldhausweg (220.000 DM),
Guckelsberg und Rotenbergstraße. Letzteres hat als ehemaliges Lagerhaus 40cm
dicke Stahlbetonböden, hier werden wohl die höchsten Kosten anfallen, obwohl
das Heim so klein ist. (Zum Vergleich: bei uns hat die Verkabelung ca. 60.000
DM verschlungen.) Hauptdiskussionspunkt ist der Waldhaus-Webserver, der in
einem Telekom-Schrank steht und man diskutiert 20min drüber, ob man besser ein
Loch in den Schrank bohrt und den Rechner daneben stellt oder wer einen
Schlüssel bekommen darf und überhaupt. (grmpf) Ich spreche das Problem mit den
Verlängerungen der Erasmus-Leute an, in anderen Heimen scheinen ähnliche Fälle
aufgetreten zu sein, es hat sich nur noch nie jemand beschwert. Ich biete an,
Aktionen mit den anderen Heimen zu koordinieren und auf der Mailingliste über
den Fortschritt zu berichten. Damit wärs eigentlich gut gewesen, aber Herr
Schönenberger muß noch einmal darlegen, daß das Studentenwerk wirklich nix
dafür kann und überhaupt. Nach zwei Stunden sind wir dann durch. Frank, einer
der Waldhaus-HPs erzählt Rainer und mir noch kurz, daß das Waldhaus mit den
"internen" IP-Adressen, die im April bei uns auch eingeführt werden sollen,
zufrieden ist und garkeine öffentlichen aus dem 134.96-Pool der Uni haben will,
womit sie uns natürlich ziemlich in den Rücken fallen. Außerdem hat die ins
Waldhaus umgesiedelte "Mantelfrau" wohl auch dort begonnen, sich schlecht mit
ihrer Umgebung zu vertragen. PS: Der Seppelfricker war gestern doch da
gewesen, hat sich aber geweigert, mehr als zwei Herde anzufassen, da er nur
einen Auftrag über zwei und nicht fünf, wie in unserem Fax stand, habe. Die
Fahrtkosten für diesen Blödsinn betragen 130 DM.
Donnerstag, 10. Februar
Heimfest. Da wir dieses mal kein Motto haben
und auch nicht dekorieren, sind die Vorbereitungen relativ schnell
abgeschlossen. Zum Glück haben Mark und Sebastian die letzten Tage alles nötige
organisiert, so daß ich mich um meine Prüfung kümmern konnte, die heute morgen
war. Da es draußen etwas regnet, ist mit etwas weniger Besuchern, aber mit
verstärkt Dreck zu rechnen. Die Party kann kommen...
Freitag, 11. Februar, früh morgens (17 Uhr)
Frühstück im Heimcafe.
Das Heimfest lief reibungslos ab, bis auf einige obligatorische
Alkohol-Leichen, die nicht mehr so genau wußten, ob sie jetzt noch
laufen/stehen können oder wollen. Das Aufräumen war in ca. einer Stunde
erledigt und die Putzfrauen haben den Boden wieder sichtbar gemacht; der Dreck
war erfreulicherweise nicht so schlimm, was im Lesesaal oben auch daran lag,
daß die Biertheke dieses mal nicht das Spülwasser im Raum verteilt hat, was
sonst immer passiert.
Montag, 14. Februar
Herr Schönenberger hat heute Geburtstag. Weil das
Heim D so nett ist, schenken wir ihm natürlich was und bleiben auf ein paar
Gläschen Sekt. Carmen, unsere Außenstelle im Studentenwerk (bis Ende März
Krankheitsvertretung für Frau Becker) hatte rechtzeitig dran gedacht. Abends
gibts dann das Univox-Gewinn-Bier abzuholen. Wir werden weitere Aktionen mit
Univox machen, wir zielen mal Mai/Juni an. Das E hat als Gewinner doch kein Faß
bekommen, sondern auch nur Flaschenbier, aber immerhin Bruch. Angeblich sind
wir auf der ersten Heimbar im neuen Semester eingeladen, mal sehen...
Donnerstag, 17. Februar
HP-Sitzung. Das Heimfest hat
durchschnittlichen Umsatz gemacht, nur an der Biertheke sind von den
theoretischen 800 DM nur 450 eingenommen worden. Manche mögen sich fragen, wo
der Rest hin ist, so unverständlich ist das aber eigentlich nicht ;-) Die
meisten Flure beklagen die kaputten Herde, die Firma sollte in den nächsten
Tagen kommen. Außerdem sollen die Küchen gestrichen werden. Wirklich
interessantes gabs eigentlich nicht.
Freitag, 18. Februar
Die Party in der Heimbar hat eine Sicherung
zuviel rausgemacht, das Terminal geht nicht mehr. Glücklicherweise habe ich den
Heimbar-Schlüssel immer dabei.
Montag, 21. Februar
Frau Arend möchte die Entlastungen für die Leute,
die noch eine Verlängerung fürs nächste Semester brauchen, im laufe des März
haben.
Dienstag, 22. Februar
Herr Wolter erklärt sich bereit, die untere
Hälfte der Küchenwände nicht mehr mit dem häßlichen Braun zu streichen, wir
sollen eine andere Farbe aussuchen. Wir entscheiden uns für ultramarinblau.
Die Heimbar soll in etwa vier Wochen drankommen. Die vom Hausmeister
versprochenen Haken sind endlich montiert, es gibt ein paar neue Wäscheleinen.
Donnerstag, 24. Februar
Von Herrn Schönenberger ist zu erfahren, daß
der Studentenwerks-Vorstand am 10. April über unsere Feuerleitern entscheiden
wird. Die Chancen seien sehr gut. Weiterhin stimmt er zu, daß Herr Wolter die
Heimbar streichen kann (im Waldhaus gibts genug sonstige Arbeit für ihn),
solange es nicht mehr als zwei Tage dauert. (Sollte es nicht, die Decke ist
noch in Ordnung und die Wände und Fensterrahmen gehen ja schneller.) Die Farben
dürfen wir natürlich auch selbst aussuchen. Ein paar Zahlen: Die
Müllentsorgungskosten sind von 15.000 auf 24.000 DM pro Jahr gestiegen (ca. 10
DM/Monat und Person, ca. 3 DM mehr), da die gelben Säcke nicht mehr kostenlos
abgeholt werden. Die Stromkosten sind seit Einführung des Internets bei uns um
5.000 DM gestiegen. Nebenbei: Das Heim verbraucht 1.500 (im Worten:
fünfzehnhundert) Klopapierrollen in zwei (in Worten: 2) Monaten. Das sind 2.700
DM im Jahr, also etwa eine Mark pro Heimbewohner im Monat. (Ich finde das
erstaunlich ;-)
Freitag, 25. Februar
Die West-Küchen sind schon fertig gestrichen,
ging richtig schnell.
Mittwoch, 1. März
Ich montiere einen Fensteröffner am Fenster in der
Lern-/Raucherecke. Frischluft tut immer gut. Der Trockner im Ostbau leckt
angeblich Öl auf die Wäsche, ich kann jedoch nix feststellen.
Sonntag, 5. März
Sebastian und ich stellen eine vorläufige
Einkaufsliste für den Heimbarausbau zusammen. Die Elektroinstallation dort muß
ziemlich umgekrempelt werden, da die Sicherungen meist Geräte schalten, die
garnichts mit einander zu tun haben (wenn man in der Heimbar die Lichtorgel aus
macht, geht im Lesesaal das Licht aus). Herr Krämer wird einen ziemlichen
Auftrag bekommen, zusammen mit den neuen Waschmaschinen-Zählern, dem
Tischtennisraum und weiteren Ethernet-Anschlüssen. Außerdem sollen im
Thekenbereich weitere Regale angebracht werden. Abends flüchten drei Männer ins
Wohnheim, die anscheinend von drei anderen mit Pistolen verfolgt wurden. Einer
der anderen drei kommt später dazu, mit dem Kommentar, das sei ja nur eine
Plastikpistole, völlig ungefährlich und sie würden ja nur spielen, leider sei
ihnen das schon einmal passiert, das jemand vor ihnen geflüchtete. Als ich
davon erfahre, sind alle schon wieder weg, uns kommt das aber seltsam vor;
selbst wenn es nur Fasching oder Gotcha-Spielen ist, darf das nicht passieren.
Wir rufen die Uni-Notzentrale (19 von Uni-Telefonen, tagsüber 302-0 von außen)
an, die sagen dem Wachdienst bescheid. Wenn nochmal sowas ist, sollen wir
gleich dort anrufen (2062).
Montag, 6. März
Wir sind uns immer noch nicht einig, ob wir den tollen
neuen 16:9-Fernseher behalten wollen oder nicht. Ich meine, daß er ohne
Fernbedienung nicht und mit auch nur schwer zu bedienen ist, außerdem habe das
Bild einige Schwachpunkte. Tom ist sich nicht so sicher; 16:9 ist für Kinofilme
halt netter als 4:3 wie bei "normalen" Fernsehern. Alex tendiert ähnlich.
Problem könnte sein, daß der Mediamarkt das Ding nach knapp mehr als zwei
Wochen nicht mehr zurücknehmen könnte.
Dienstag, 7. März
Ich "bestelle" eine aktuelle Bewohnerliste bei
Frau Arend.
Mittwoch, 8. März
Herr Wolter meint, daß das Streichen der Heimbar
doch etwas länger dauert, als Schönenberger und ich uns das vorgestellt hatten,
ohne die Heizkörper und Decke, d.h. nur Wände und Fenster knapp drei Tage. Wir
müssen außerdem noch ein paar Vorarbeiten machen, insbesondere die Fenster
abschleifen und evtl. abkleben. Genauer betrachtet (d.h. wenn man nicht näher
als drei Meter dran ist ;-) kann der neue Fernseher doch was, das Bild ist ganz
nett. Zur Bedienung kaufen wir eine weitere, programmierbare Fernbedienung,
damit sollte auch die 16:9/4:3-Umschaltung unfallfrei gehen. Für den Test des
neuen Verstärkers im Videoraum fehlen leider noch passende Boxen. Abend in der
Heimbar gibts gleich drei mal einen Unfall, der erste wollte nur ein Pflaster,
bei der Gelegenheit stellen wir fest, daß unser Verbandskasten keine mehr hat,
zum Glück hat der Hausmeister noch welche im Schrank, die nächste hat nur
längeres Nasenbluten und außer etwas Boden wischen ist für uns nix zu tun. Den
dritten bemerken wir erst, als der Krankenwagen schon wieder bei der Abfahrt
ist, angeblich ist er beim Moschen irgendwo mit der Nase angestoßen. Ich hoffe
mal, daß der Krankenwagen diesesmal die Schranke mit dem Schlüssel aufgemacht
hat, ansonsten ist wieder mal ein neues Schloß fällig :-/ Vor Beginn der
Heimbar hatte ich die beiden Kühlaggregate mal entstaubt und zumindest beim
linken etwa fünf Kilo Müll aus dem vergitterten Fach geholt. Die Ablaufrinne in
den rechten Kühlfächern wollte ich eigentlich auch noch säubern, bin aber nicht
mehr dazu gekommen.
Dienstag, 14. März
Die Lichtorgel aus dem Heimbar benimmt sich nicht
mehr so, wie sie soll, ich messe sie mit Phasenprüfer und Multimeter mal
durch und finde auch drei Fehler. Mit etwas Löten sind immerhin fünf der
sechs Kanäle ordentlich benutzbar, für den letzten fehlt ein Triac.
Der alte Heimbar-Verstärker muß noch etwas auf die Reparatur warten, zuerst
muß der Dreck der letzten 10 Jahre irgendwie raus.
Mittwoch, 15. März
Die Heimbar bekommt noch einen neuen Fenstergriff,
außerdem überschlagen wir die Kabellängen, die wir demnächst an Lautsprecher-
und Stromkabeln verlegen wollen. Außerdem steht jetzt fest: die Fensterrahmen
werden hellgelb gestrichen, die Sockel unten den Fenstern dunkelblau, genau wie
die Wände, deren obere Hälfte hellblau wird. Die Heizkörper werden ebenfalls
hellblau.
Donnerstag, 16. März
Bevor die Heimbar gestrichen werden kann, muß der
Dreck von den Wänden entfernt werden. Sebastian, Alex, Edith, Tibor, Radek und
ich schrubben die Wände, Fensterrahmen und Heizkörper mit Anlauger ab. Nach
fünf Stunden ist das meiste gemacht, die Heimbar erstrahlt in vorläufigem neuem
Glanz, nur der Boden ist voll mit von der alten Farbe grauem Wasser. Abends:
nachdem gestern schon die West-Waschmaschine kaputt ging, streikt auch eine auf
der Ostseite. Zum Glück sind Ferien und nicht so viele Leute da. Der
Miele-Kundendienst wird nächsten Dienstag kommen.
Freitag, 17. März
Die restlichen Heizkörper und die sonst von den
Musik- und Heimfrühstücksschränke verdeckten Wände werden noch von Edith und
Nathalie gesäubert. Sebastian und Alex schreinern derweil diverse Sachen für
den neuen Videoraum. Nach drei Stunden Heimbar-Decke-Wischen und anderen Sachen
sind wir dann durch. Leider ist abends noch eine Party in der Heimbar, so daß
wir zumindest rudimentär aufräumen müssen, bevor wieder alle Schränke zum
Streichen verrückt werden müssen.
Samstag, 18. März
Alex und Sebastian haben heute 15 (FÜNFZEHN!)
Stunden im Videoraum gebohrt, gesägt und parkettiert. Ich habe fünf Stunden
geholfen, aber eigentlich reichen zwei Leute bei sowas aus.
Montag, 20. März
Herr Wolter hat doch schon heute (statt morgen) mit
dem Streichen der Heimbar angefangen, die Farben sehen ganz nett aus. Herr
Pietsch bekommt die Schlüssel von einem Ausziehenden, der mich gebeten hatte,
sie für ihn abzugeben. Anschließend hole ich im AStA wieder unsere Leiter ab,
die dort seit Dezember (!) liegt, der AStA hatte damit den Weihnachtsmann auf
seinem Dach befestigt. Gefragt hatten sie damals nicht, ich hatte nur zufällig
erfahren, daß die Leiter dort ist. Weil die Gelegenheit paßt, benutze ich die
Leiter, um am Baum vor meinem Fenster zwei Äste abzusägen, da es hier im Sommer
dunkler als im Winter ist, mal sehen, obs was hilft. Da morgen der
Miele-Techniker kommt, transportieren Sebastian und ich die vierte, defekte
Waschmaschine in den Westbau, wo sie repariert und aufgestellt werden soll.
Dienstag, 21. März
Der Miele-Techniker kommt. Die drei kaputten
Waschmaschinen sind glücklicherweise fast garnicht kaputt, die erste ist
verstopft, die zweite läuft, da ist nur der Türöffner explodiert (egal,
Reparatur würde 200 DM kosten) und die dritte ist ganz OK. Das ganze kostet
trotzdem 220 DM, aber was solls. Insgesamt haben wir jetzt vier (!)
Waschmaschinen, die vierte muß nur noch mit Strom und Wasser versorgt werden.
Mittwoch, 22. März
Da die Heimbar noch nicht fertig gestrichen ist,
verlegen wir die Heimbar kurzerhand in den Lesesaal. Erstaunlicherweise muß man
nur ein paar Stühle und Tische hinstellen, die Boxen, Anlage und Verstärker
aufbauen und mit der Zapfanlage und einem Faß Bruch-Bier hat man alles, was man
braucht. Nebeneffekt ist, daß die Theke oben nochmal sauber gemacht wird, was
sonst nur vor dem Heimfest passiert.
Freitag, 24. März
Herr Wolter ist fertig mit Streichen. Die Farbe muß
aber noch ein paar Tage trocknen, die ursprünglich für heute abend in der
Heimbar geplante Party haben wir schon Anfang der Woche abgesagt. Mark ist die
nächsten drei Wochen nicht da und übergibt mir die restlichen Waschmarken zum
Verkauf.
Dienstag, 28. März
Herr Wolter bekommt einen Kasten Bier als
Dankeschöne für die Arbeit. Abends räumen Tom, Alex, Sebastian und ich die
Heimbar wieder auf, damit die HVV morgen stattfinden kann. Bisher hat sich noch
kein Zeitungsausleger-Kandidat gemeldet. Ein Heimbardienst steht auch noch
nicht fest. Naja.
Mittwoch, 29. März
HVV. Die beiden Zeitungsausleger werden entlastet,
neu gewählt wird Christian vom 22er. Die 12.500 DM für die Feuerleitern werden
genehmigt, genauso 2.500 DM für einen neuen Heim-Server. Die Waschmaschinen
laufen alle, damit ist auch das Diskussionsthema vom Tisch ;-) Die Heimbar
abends kann wieder statt finden; die neuen Farben haben ihr wirklich gut getan.
Sonntag, 2. April
Ludger und ich reparieren die seit fast einem Jahr
defekte rechte, grüne Telefonzelle (2860). Damals wurde die neue Gasleitung
verlegt und die Telefonleitung einfach durchgeschnitten. (argh) Gleichzeitig
ist anscheinend der Türschließer kaputt gegangen. Wir flicken die Leitung
provisorisch und sorgen bei der Tür zumindest dafür, daß sie nicht mehr
zufällt. Weiteres macht der Hausmeister.
Dienstag, 4. April
Ich repariere einige Strahler, die seit Ewigkeiten
im Bierkeller herumlagen. Wirklich kaputt war keiner, nur waren bei allen
ziemlich viele Schrauben lose. Ein paar Tropfen Öl machen auch die Mechanik
wieder benutzbar.
Mittwoch, 5. April
Es ist 21 Uhr und wir haben noch keinen
Heimbardienst Dominik von 24er springt freundlicherweise ein, Sebastian
übernimmt den Rest.
Donnerstag, 6. April
Noch ein Testlauf mit der neuen-alten
Waschmaschine
Freitag, 7. April
AEGEE-Erasmus-Party. Ich kümmere mich um die
Heimbarvermietung, da der Kassenwart nicht da ist.
Samstag, 8. April
Der Schimmel aus der Waschmaschine ist immer noch
nicht ganz raus. Vielleicht hilfts ja, ein paar 95°-Wäschen zu machen.
Außerdem: Wenn man eine Sicherung reindreht, geht auch der Trockner auf der
Westseite wieder. Ich hätte mich auch schon letztes Jahr drum kümmern können.
Sonntag, 9. April
Der Hausmeister hatte uns gebeten, heute einen
Einzug zu machen. Derjenige fand uns dann auch im Heimcafé. "Ist von euch zwei
jemand Heimpräsident?" - "Beide!"
Donnerstag, 13. April
Herr Schönenberger berichtet aus dem
Studentenwerks-Vorstand, daß unsere Feuerleitern genehmigt sind. Er holt noch
ein weiteres Angebot ein, die billigere Firma bekommt dann den Zuschlag, sodaß
die Leitern diesen Sommer noch installiert werden. Ebenfalls diesen Sommer wird
die gesamte Elektroverkabelung in "Heim D alt" (d.h. die unteren Flure) neu
installiert. Die jetzige ist 40 Jahre alt und entspricht in keinster Weise mehr
irgendeinem Standard. Alle Zimmer bekommen neue Steckdosen etc. Ich gebe
außerdem eine Vergrößerung des Waschmaschinen-Sockels in der West-Waschküche in
Auftrag. Abends auf der HP-Sitzung werden die Heimfest-Dienste eingeteilt. Die
Brotfachlisten trudeln so langsam ein, damit dürfte auch dieses Langzeitprojekt
irgendwann angeschlossen sein ;-)
Donnerstag, 20. April
Der Handwerker, der den Sockel für die weitere
Waschmaschine gießen wird, schaut sich den Keller an. Passieren wird was in
etwa zwei Wochen. Die Party in der Heimbar abends ist arg laut. Ich drehe den
Verstärker deutlich runter.
Donnerstag, 27. April
Carmen hat wieder mal mitgedacht und auf der
Waldhausfete dafür gesorgt, daß Frau Romina mit dem AIDS-Stand zu unserem
Heimfest eingeladen wird. Ich mußte dann nur noch "OK" sagen.
Dienstag, 2. Mai
Wie es mit unseren IP-Adressen weiter geht, wissen wir
immer noch nicht. Vielleicht hat das MPI ein paar Ideen, fragen kostet nix.
Mittwoch, 3. Mai
Die (endlich!) reparierte Lichtorgel sollte man vor
dem Heimfest doch mal testen, ich baue sie in der Heimbar wieder ein.
Donnerstag, 4. Mai
Heimfest. Die Vorbereitungen halten sich in
Grenzen, aber natürlich wirds dann am Schluß immer knapp. Eigentlich wollte ich
z.B. die seit langem kaputte Schublade der oberen Theke reparieren, zum Glück
gibts in der Werkstatt Bohrmaschine und Schrauben, damit ists relativ schnell
gemacht. Ansonsten das übliche: Zapfanlage aufbauen, diverse Zettel aufhängen,
später Klo-Türen zu sperren und Haus-Türen abkleben, damit sie nicht zufallen.
Angeblich war der Krankenwagen irgendwann da, aber natürlich hat wieder mal
keiner bescheid gesagt... Am nächsten Morgen das Aufräumen ging einigermaßen,
bis auf zwei seltsame Gestalten, die trotz zuviel Bier nicht gehen wollten,
aber einigermaßen friedlich waren, gabs keine Probleme.
Sonntag, 7. Mai
Netzwarte-Treffen (D, E, Waldhaus) zum
Internet-Zugang. Wir wollen erreichen, daß das RZ uns offizielle IPs zuweist.
Mittwoch, 10. Mai
Nachmittags ruft mich Alex am Lehrstuhl an, der
kurze 22er ist ziemlich überschwemmt, ein Abfluß ist verstopft. Wir
beschließen, daß es bis morgen hält, wenn man 2310 und 2410 ebenfalls
abschließt und morgen eine Kanalfirma kommt. (Was auch klappt.) Abends:
Wohnheime-Treffen bei uns in der Heimbar. Es sind ziemlich alle HPs und Tutoren
der neun Wohnheime da, zum Glück ist die Heimbar groß genug. Herr
Schönenberger berichtet, daß unsere Feuerleitern in den nächsten Wochen
installiert werden, außerdem wird im Sommer die komplette Elektroinstallation
hier erneuert werden (außer 15er/25er), was 100.000 DM kosten wird. Die
Ausschreibung fängt in den nächsten Tagen an, so daß bald mit dem Arbeiten
begonnen werden sollte. In den Appartements gibts eine Feuerschutz-Prüfung, wo
wieder alle Steckdosen etc. überprüft werden. Noch ein paar Zahlen: Strom
kostet uns etwa 18 Pf/kWh, was 4..8 Pf billiger ist als Waldhaus oder
Rotenbergstraße, da wir über die Uni versorgt werden. Die Appartements
brauchen mehr Strom pro Person als die unteren Flure, dafür verbrauchen die
mehr Wasser; 3.5 statt 2.5 Kubikmeter pro Person und Monat. Später schraube
ich die noch vom Heimfest (Sektbar) übrig gelassenen Neonröhren in der Lernecke
wieder ein - wenns sonst keiner macht...
Freitag, 12. Mai
Heute mittag war eine Feuerleiter-Firma da, um
nochmal die Installation zu erläutern. Ich hatte leider keine Zeit, aber
Nathalie. Abends: wie üblich ist die Heimbar-Party arg laut. Macht aber nix,
ich hab ja einen Schlüssel für den Verstärker :-) Außerdem ist ein Zähler
verstopft. Mit einem langem Schraubenzieher kann man die verklemmten
Waschmarken wieder befreien.
Montag, 15. Mai
Die Handwerker waren da, um den Sockel für die weitere
Waschmaschine und den Trockner auf der Westseite zu machen. Die Waschküche
wird bis etwa Donnerstag geschlossen bleiben, damit der Beton trocknen kann.
Dienstag, 16. Mai
Ein Tutor-Kandidat findet sich! Ich bin begeistert.
Mittwoch, 17. Mai
HP-Sitzung. Nicht viel wirklich spannendes, das
Heimfest ist bei den meisten Fluren ganz gut gelaufen, die Duschen im 13er und
14er sind, nachdem sie längere Zeit repariert wurden, so langsam wieder
benutzbar. Die Kochplatten sind immer noch nicht repariert und die Waschzähler
auch nicht. Unglaublich, wie wenig Firmen Geld verdienen wollen :-/ Alex
berichtet, daß das Heimfrühstück dieses Semester sehr zäh geht, es sind nur
wenige Leute bereit, Dienste zu übernehmen. Sebastian und ich besichtigen
hinterher die betroffenen Ost-Toiletten, es sind nur zwei verschlossen, der
Rest geht. Gleichzeitig entdecken wir, daß der Ost-Trockner tot ist,
anscheinend ist der Keilriemen gerissen. Bescheid gesagt hat natürlich keiner.
Später am Abend installieren Rainer, Andreas, Ludger und ich den neuen
Heim-Server. In etwa zwei Wochen wird er, wenn alles eingestellt ist, den
jetzigen, völlig überlasteten ersetzen.
Donnerstag, 18. Mai
Kandidaten-Suche für die HVV.
Samstag, 20. Mai
Nach langer Zeit komme ich nochmal dazu, die im Tut-Keller
lagernden alten Protokolle zu sortieren. Wenn ich irgendwann mal Lust habe, kommen ein paar davon
noch eingescannt ins Web. Zu reparieren gibts auch wieder mal einiges: der Trockner
auf der Ost-Seite dreht sich nicht mehr, bei genauerer Betrachtung in der Keilriemen gerissen.
Keine Ahnung, wo man sowas herbekommt.
Der große Schwenker aus dem Tutorenbestand bekommt bei der Gelegenheit auch gerade
eine neue Aufhängung für die Rolle oben, damit der Rost nicht wieder ins Feuer fällt.
Montag, 22. Mai
Bianca (1122) will sich als HP bewerben, so langsam
formt sich das neue Heimpräsidium. Die rechte Waschmaschine auf der Ost-Seite
geht nicht mehr auf, leider ist noch Wäsche von jemand drin :-/ Gegen Abend
schaffen es Tibor, Andreas, Rainer und ich dann doch, das Teil irgendwie zu
öffnen. (Man kann den Türöffner nur dann reparieren, wenn die Tür auf ist, weil
man sonst nicht an die Schrauben kommt...) Keine Ahnung, warum der elektrische
Türöffner nicht ging, er tut jetzt jedenfalls wieder. Wir bauen auch eine
Schnur für den ebenfalls kaputt gewesenden manuellen Öffner ein.
Dienstag, 23. Mai
Kurzer Besuch bei Schönenberger, nix wichtiges.
Mittags ruft Herr Krämer an, er will sich endlich um unsere Waschzähler
kümmern. Ich baue einen Zähler aus...
Mittwoch, 24. Mai
...und deponiere ihn beim Studentenwerk, wo Herr
Krämer ihn dann abholt. Später treffe ich ihn dann noch persönlich. Er
verspricht, schnell etwas zu tun. Frau Kunz übergebe ich eine Parkmarken-Liste,
die schon seit einiger Zeit auf Abgabe wartete, sie gibt mir auch eine aktuelle
Version der Bewohnerlisten. Bei einem Besuch der Uni-Post, wo ich mich
eigentlich beschweren wollte, daß so viele nicht an uns adressierte Briefe bei
uns landen, werde ich an die Bundespost ein Zimmer weiter verwiesen. Die Post
AG fühlt sich auch nicht zuständig, ich soll doch mal mit ein paar falsch
geleiteten Sachen vorbei kommen, dann könnten sie mal schauen. In der Heimbar
abends suchen wir nach potentiellen Kandidaten, Adrian vom 21er will Tutor
werden. Immerhin einer.
Donnerstag, 25. Mai
Mittags kommt Herr Schönenberger vorbei, um den
neuen Video-Raum zu besichtigen. Er sagt zu, die Stühle zu stiften. Die
Kassenprüfer Dominik und Michel können die Kasse von Mark bis auf einen Betrag
von etwa 4 DM überprüfen, was weniger als 0,01% Abweichung entspricht. (großes
Lob an alle!) Die HVV läuft ziemlich ruhig ab, die Satzungsänderung wird mit 51
Stimmen angenommen (50 wären nötig gewesen). Entlastet werden alle Amtsträger,
neu gewählt werden Edith als Zeitungs-, Andreas und Rainer als Netz- und Adrian
und Michel als Heim-Tutoren, sowie Bianca als Feuerwehrfrau (Heimpräsidentin)
und Torben als Kassenwart. Damit fehlt nur noch ein Zeitungstutor. Hinterher
schrauben Sebastian und ich noch ein paar Regalbretter in der Heimbar an, was
eigentlich schon ziemlich lange auf unserer Liste stand.
Freitag, 26. Mai
Bad-Taste-Party. Eine Scheibe geht zu bruch, sonst ganz
nette Stimmung.
Dienstag, 30. Mai
Flurrats-Wahlen im 13er.
Mittwoch, 31. Mai
Sebastian, Bianca und ich haben endlich mal alle zur
gleichen Zeit Zeit und machen eine HP-Einweisung und -Übergabe der diversen
Amtsinsignien (Stempel, Waschmaschinenschlüssel...). Abends Flurratswahlen,
ich übernehme den Westblock, Sebastian den Ostblock. Auf der Heimbar abends
gibts 150 Liter Freibier, trotzdem ist der Umsatz wesentlich höher als bei
einer normalen Heimbar. Leider zieht Freibier auch immer Pappnasen an, es gehen
weitere zwei Fenster kaputt. Bei einem können die Verursacher noch festgehalten
werden und von der Polizei inspiziert werden, beim anderen waren wir leider zu
langsam.
Kapitel 2: Das zweite Semester
Donnerstag, 1. Juni
Bianca und ich lassen den 15er noch einen Flurrat
wählen, weils gestern nicht mehr geklappt hatte.
Dienstag, 6. Juni
Antrittsbesuch des neuen Heimpräsidiums beim
Studentenwerk. Sebastian sucht mit Herr Schönenberger Stühle für den Videoraum
aus, die Feuerleitern kommen vermutlich in der ersten Juliwoche. Sonst nix
besonderes. Abend reinigen Torben und ich die beiden Zapfanlagen mal gründlich
und sammeln diverses Zubehör davon ein. Erstaunlich, wieviele Zapfköpfe das
Heim hat...
Mittwoch, 7. Juni
HP-Sitzung. Die alten Amtsträger bekommen ihre
wohlverdienten Geschenkte; Sebastian bekommt Zigarren, Tom und Alex leuchtende
Skelette, Schokolade die übrigen. Die Verteilung der Heimbar- und
Heimcafe-Termine läuft unglaublich schleppend, nach und nach verschwinden alle
Leute einfach so und am Ende sitzen wir mit sechs Leuten da. (DANN kann man
effektiv arbeiten ;-) Die schon vor längerer Zeit angeschafften Verbandskästen
werden endlich an die Flurräte verteilt. Heimfest ist am Freitag, 7. Juli. Den
Heimbardienst abends übernehmen Andreas und ich. Es ist wieder unglaublich viel
los und bis vier Uhr hat man als Thekendienst einiges zu tun...
Montag, 12. Juni
Ich habe endlich einen Tacker, um den Heimbarstuhl zu
reparieren, der seit längerem im Videoraum steht. Bei dem immer noch kaputten
Ost-Trockner hat ein Schlauberger wieder den Stecker in die Dose gesteckt, was
den Keilriemen aber auch nicht ersetzt. Vielleicht hälts mit abgedrehten
Sicherungen länger, außerdem hängt Bianca nochmal ein Schild dran.
Dienstag, 13. Juni
Die Uni-Bibliothek behauptet, die Uni-Post sei an
den Postkarten schuld, die öfters bei uns landen und für andere Gebäude sind.
Egal. Der AStA nimmt zur Kenntnis, daß wir keine Flugblätter in den Briefkästen
möchten, da die eh immer gleich im Müll oder auf dem Boden landen.
Mittwoch, 14. Juni
Beim Studentenwerk sind die Verlängerungen und
Kündigungen zu unterschreiben. Die Liste derjenigen, die vor längerer Zeit eine
Parkmarke beantragt hatten, ist immer noch nicht wieder aufgetaucht und wird
für verschollen erklärt, die Parkmarkenstelle soll jeweils bei der
Wohnheimabteilung nachfragen. Die meisten Leute haben aber anscheinend ihre
Marke schon bekommen. Abends beim AStA-Open ist die Heimbar fast leer, füllt
sich danach aber doch noch gut. Leider kommen ein paar Spackos auf die Idee,
die 21er-Außenwand mit Kreide zu bemalen, weil das geht ja wieder gut ab. (Nur
daß es dann nicht an ihnen hängenbleibt...)
Dienstag, 20. Juni
Der Ost-Trockner scheint mal wieder zu tun,
jedenfalls hat jemand den Stecker und die Sicherungen wieder rein gemacht, die
ich rausgemacht hatte. Dumm daß der Keilriemen wirklich noch kaputt ist und der
Trockner so zwar tut, sich aber nicht dreht, so daß die Wäsche unten liegen
bleibt und anschmort. Manche Leute sind wirklich nervig.
Mittwoch, 21. Juni
Der AStA hat natürlich schon wieder eine Ladung
Papiermüll bei uns abgeladen. Auf meine Mail kommt ein verständnisloses "ja,
bisher haben sich immer nur Einzelne beschwert" zurück. Sie werdens auf der
AStA-Sitzung besprechen.
Samstag, 24. Juni
Nach längerem Vorlauf (d.h. ich hatte es vergessen)
schaue ich mir mal das Kabelfernsehen im 21er an. Anscheinend ist der
Verstärker kaputt, der Heim-Verstärker aus dem Tutkeller ist aber gerade nicht
auffindbar.
Mittwoch, 28. Juni
Auf der HP-Sitzung sind im wesentlichen die
Heimfest-Dienste zu vergeben. Es wird Live-Bands geben und wenn das Wetter
gut ist, soll ein Teil nach draußen verlegt werden.
Freitag, 30. Juni
Da mich der AStA so nett auf seine Sitzung
eingeladen hat, gehe ich mal hin und schildere unsere Situation nochmal. Im
wesentlichen kommt dabei heraus, daß der AStA glaubt, ein berechtigtes
Interesse daran zu haben, Zettel zu verteilen, da er seine Arbeit auch für die
bei uns wohnenden Studenten macht. Ich kanns zumindest nachvollziehen und
bitte, zumindest die Menge etwas zu reduzieren. Wenn wir wollen, werden sie auf
der nächsten HVV vorbeikommen und um etwas Verständnis werben. Abends fällt im
kurzen 23er der Strom aus, nach längerem Herumsuchen nach defekten Sicherungen
im Flur und in der Hauptverteilung im Keller finde ich die kaputte
Vorsicherung. Zum Glück gibts in der Werkstatt noch eine vom richtigen Typ.
Sonntag, 2. Juni
Anscheinend haben wir einen Zeitungstutor gefunden,
Vermutlich sogar zwei, die sich die Arbeit teilen wollen. Mal schaun.
Dienstag, 4. Juli
Zur Abwechselung ist jetzt mal die
West-Waschmaschine kaputt. Nach Entfernen eines Plastik-Splitters und einigen
Streichhölzern aus der Ablaufpumpe und eines Sechskant-Schlüssels aus dem
Ablaufschlauch tut sie jetzt wieder. Außerdem hat Nathalie das Heimfestplakat
von Michel kopiert und aufgehängt. Die Feuerleitern sollten eigentlich gestern
schon kommen, getan hat sich aber nix.
Mittwoch, 5. Juli
Bei der letzten Live-Band-Aktion im April hatten die
Tutoren Bühnenteile von der TBD ausgeliehen, die nach längerer Lagerzeit bei
uns dann ans Heim E weitergereicht wurden, da die ebenfalls Livebands hatten.
Dummerweise fing dort nach einer Grillparty dann ein mit heißer Asche gefüllter
Mülleimer an zu brennen und hat neben einer Heimbar-E-Tür auch die Bühenteile
völlig ruiniert. (Es hätte nicht viel gefehlt, und deren ganze Heimbar, oder
das ganze Heim wäre abgebrannt!) Jedenfalls hatte mich Herr Schönenberger dann
gebeten, bei der TBD um eine Rechnung für die Dinger zu bitten, damit er die an
die Feuerversicherung der schuldigen Bewohnerin weiter leiten kann. Die TBD
nimmts zur Kenntnis und ist erfreulicherweise auch bereit, uns wieder welche
von der gleichen Sorte Bühnenteile auszuleihen. Die Tutoren werden sich drum
kümmern.
Freitag, 7. Juli
Das Heimfest läuft mit erfreulich wenig
Arbeitsaufwand ab. Leider ist das Wetter ziemlich übel, so daß sich das
Sommer-Heimfest darauf reduziert, daß nur der 22er und der 15er, die gemeinsam
Schwenken, draußen sind. Die beiden Live-Bands spielen ganz nett, leider hört
man im oberen Stockwerk, wo die Flurstände sind, ziemlich wenig davon. Zwei
kleine Pannen gab es hier: zum einen hat der 12er, dem eigentlich die Sektbar
zugedacht war, doch was anderes gemacht, ohne das vorher anzukündigen und der
23er hat überhaupt nix gemacht, weil der Flurrat kurzfristig vorher ausgezogen
ist (quasi jedenfalls) und ein Vakuum hinterlassen hat. Neben der dadurch
verursachten Personalknappheit (drei weitere HP-Mitglieder hatten abgesagt)
gabs wieder mal eine kaputte Fensterscheibe. Schuld war wieder mal keiner, und
derjenige, dessen Kopf durch die Scheibe geflogen war, wollte geschubst worden
sein. Hmpf. Das Aufräumen dauerte ungefähr zwei Stunden, um 8 Uhr lag ich dann
als letzter im Bett.
Mittwoch, 12. Juli
Nachdem die Bühne vom Heimfest noch aufgebaut ist,
spielen nochmal zwei Bands in der Heimbar.
Donnerstag, 13. Juli
Weils so schön ist (und sich die Ferien nähern)
gibts eine HP- und ein HVV-Sitzung am gleichen abend. Auf der HP-Sitzung
sollten eigentlich die restlichen Heimcafé-Termine verteilt werden, aber keiner
will sie haben - dann fallen sie halt aus. Ansonsten wird die Problematik
angesprochen, daß in letzter Zeit im Heim alles sehr zäh läuft, es wird immer
schwerer, Leute für Heimfrühstück, Heimbar, Tutorenaktionen usw. zu motivieren.
Etliche Flure haben Probleme, überhaupt einen Flurrat zu finden und wenn sich
einer findet, hat er keine Unterstützung durch die restlichen Flurbewohner.
Anscheinend hängt das sehr an Einzelpersonen, die es schaffen, den Flur
zusammenzuhalten und zu aktivieren und wenn die dann ausziehen, läuft nix mehr.
Daß es so lange gedauert hat, bis ein zweiter Zeitungstutor gefunden war, ist
genauso symptomatisch. Die HVV anschließend war mit 25 Leuten genau
beschlußfähig. (Früher gab es HVVs mit weit über 100 Leuten!) Mbe Mbock Etienne
Aubin (1303) wird erwartungsgemäß mit großer Mehrheit gewählt und will das Amt
gemeinsam mit Jacob Kamta (1113) ausüben. Ansonsten ist die HVV recht
konstruktiv, es werden die Anschaffung eines DVD-Players, eines Billardtisches
und eines Tischkickers beschlossen. Der Billardtisch soll im "dritten"
Fernsehraum aufgestellt werden, wenn der Raum groß genug ist, der Tischkicker
vorläufig im Tischtennisraum. Kontrovers diskutiert wird die Frage, ob wir in
Zukunft in der Heimbar MP3-Musik abspielen lassen wollen. Das Heimpräsidium
hatte sich vor etwas über einem Jahr schon mal mit dieser Frage auseinander
gesetzt und damals beschlossen, daß bei der gegenwärtig unklaren Rechtslage MP3
in der Heimbar unerwünscht ist. Man kommt zu dem Kompromiß, daß man sich erst
besser informieren sollte, wie die Lage jetzt ist und bis dahin die alte
Regelung beibehalten wird. [Das Thema wird in den nächsten Tagen auf der
Heim-Mailingliste diskutiert. Vorläufiges Ergebnis: kein MP3 in der Heimbar]
Montag, 17. Juli
Ich habe gerade nix zu tun (haha) und wische mal die
Kreideschmierereien von Ende Juni weg, die immer noch den 21er zierten.
Dienstag, 25. Juli
Mittags treffe ich Herrn Schönenberger in der Mensa
und gebe ihm die Adresse desjenigen, der am Heimfest unsere Scheibe in der
Heimbar durchflogen hat, er wird die Rechnung (etwa 1300 DM!) weiterleiten.
Zur gleichen Zeit ist auch Andreas in der Mensa, der nach Rückkehr ins Heim
feststellt, daß aus seinem Zimmer die Kasse der Netztutoren gestohlen wurde,
d.h. die gesammelten Einnahmen aus Kabel und Netzwerkkarten-Verkauf.
Machen kann man da leider nicht viel, er wird Strafanzeige stellen.
Mittwoch, 26. Juli
Mittwochs gehe ich nochmals im Studentenwerk
vorbei. Herr Schönenberger sieht auch keine Chancen, über Versicherungen etwas
zu erreichen, solange kein wirklicher Einbruch vorliegt. Die Feuerleiter-Firma
ist nur über ihre Sekretärin erreichbar, die jedes mal verspricht, ihren Chef
zum Rückruf zu bewegen, gemeldet hat er sich aber bisher nicht. Genauso
schlecht erreichbar ist die Fa. Krämer, die immer noch einen unserer
Waschzähler hat. Herr Schönenberger ruft bei beiden mal an, um ein
Lebenszeichen zu erhalten. Außerdem erzählt er, der 12er habe bei ihm
angerufen, da sie einen Zuschuß zu einer Kühltruhe haben wollten, was er
ablehnt. Ich erinnere mich an einen HP-Beschluß, die Anschaffung einer
Kühltruhe pro Flur einmalig mit 80DM zu sponsoren, außerdem sollte der 12er mal
im Findling nachsehen, ob es dort günstigere Angebote als Neukauf gibt. Zum
Januar 2001 wird es wahrscheinlich eine Mieterhöhung geben. Aufgrund interner
Umschichtungen wird gleichzeitig die Nebenkostenpauschale gesenkt, so daß
vermutlich nicht mehr zu zahlen ist als vorher. Genaueres steht aber noch nicht
fest.
Donnerstag, 27. Juli
Gegen 7.30 beginnt die Müllabfuhr und kurze Zeit
später auch die Putzfrauen, einen unglaublichen Lärm vor dem Heim zu
veranstalten. Ein Auto steht so ungünstig, daß das Müllauto nicht drehen kann
und auch rückwärts nicht wieder weg kommt. Also wird rumgelärmt, gehupt und
sonstiger Krach gemacht, die Putzfrauen kommen dann auf die glorreiche Idee,
bei allen Leuten zu klingeln, einem wird das Auto ja schon gehören. Nutzen tut
das ganze nix, nach einer halben Stunde steht das Auto immer noch da und man
denkt (laut) darüber nach, einen Abschleppdienst zu rufen. Irgendwann taucht
der Besitzer dann doch auf und fährt kommentarlos weg, erkannt hat ihn keiner
:-( Nachforschungen durch den Hausmeister später ergeben auch nur, daß der
Betreffende keine Parkerlaubnis der Uni besitzt. Ich werde mich in nächster
Zeit wieder etwas mehr um die Falschparker kümmern.
Freitag, 28. Juli
Andreas und ich probieren, in den kaputten Trockner
einen neuen Keilriemen einzubauen. Nach 20min stellen wir fest, daß der
gelieferte zu kurz ist. Schlecht.
Sonntag, 30. Juli
Christian beobachtet nachts einen Miet-Transporter,
der mehrere Mülltonnen in unseren Container entleert. Herr Schönenberger soll
sich drum kümmern.
Mittwoch, 2. August
In der Heimbar beseitige ich die Spuren, die
einige Schüler letzte Woche mit Eddings hinterlassen haben. Es ist einfach
unglaublich, wie schlecht sich manche Leute benehmen können. Später um 4 Uhr
morgens gibts dann auch noch eine Schlägerei zwischen vier Leuten. Die von
Alex gerufene Polizei interessiert sich nicht sonderlich für den Sachverhalt
und nimmt die beiden total vollgesoffenen Hauptschuldigen mit. Wir werden ein
Hausverbot für alle vier aussprechen.
Samstag, 5. August
Mit etwas "Gewalt" läßt sich die Sicherung des
West-Trockners auswechseln, hoffentlich hält sie jetzt längerfristig.
Montag, 7. August
Herr Schönenberger ist aus dem Urlaub zurück.
Er wird sich um Hausverbot und Mülltonnen kümmern.
Mittwoch, 9. August
Mal zur Abwechselung eine friedliche Heimbar...
Freitag, 11. August
Herr Schönenberger will mich dringend sprechen.
Zum einen weiß er mittlerweile, wer die Mülltonnen vor zwei Wochen bei uns
entleert hat. Derjenige ist kein Unbekannter, er wohnte mal im Waldhaus und hat
noch erhebliche Mietrückstände. Das Studentenwerk wird versuchen, Anzeige zu
erstatten. Außerdem wollen wir einen neuen Versuch starten, die Schranke
geschlossen zu halten und damit das Parken vor dem Heim zu verhindern. Die
Feuerleitern verzögern sich weiter, die Fa. Kirsch bittet um Aufschub bis
Anfang September. Den Termin 4.9. haben wir aber schriftlich bestätigt, bei
weiterem Aufschub wird der Firma evtl. der Auftrag entzogen. Ich bekomme die
neuen Miet- und Nebenkostenkalkulationen. Frau Oswald will sie demnächst mit
uns durchsprechen. Außerdem ist eine Standard-Rechnung über 1000 DM gekommen,
"Reinigung nach Heimfest". Wir werden beim nächsten Heimfest explizit weniger
Reinigungskräfte anfordern, da es nicht mehr Dreck geworden ist und bisher
immer etwa 500 DM ausgereicht haben.
Sonntag, 13. August
Die 24er-Staubsaugertür klemmt furchtbar, ich
hobele etwas ab. Außerdem ist der zweite Versuch, den Keilriemen des Trockners
einzubauen dank Ludgers Hilfe erfolgreich. Damit laufen wieder beide Trockner -
hat lange genug gedauert...
Freitag, 24. August
Jemand hat den zweiten Pfosten der Schranke in
Richtung Jägerheim geklaut. Unglaublich. Immerhin wurden heute die kaputten
Schlösser der Eingangstür(en) ausgetauscht. Als ich Nachsehen will, ob der
kürzlich reparierte Trockner noch tut, stelle ich fest, daß eine Waschmaschine
kaputt ist - toll.
Samstag, 26. August
Rainer und ich versuchen erfolglos, die kaputte
Waschmaschine zu reparieren. Einige Leiterbahnen auf diversen Platinen sind
stark korrodiert oder durchgebrannt, aber Nachlöten hilft nix. Ich werde wohl
den Kundendienst rufen müssen. Außerdem versuchen wir, den neuen Scanner (vor
drei Tagen erstanden) zum Laufen zu bringen, um endlich Bilder für die Homepage
scannen zu können. Unter Linux tuts aber nicht.
Montag, 28. August
Heute kam die Benachrichtigung über die
bevorstehende Mietänderung - an alle Bewohner. Das Stw wollte die Daten
eigentlich mit uns noch mal durchgehen, bevor sie es veröffentlichen; ich werde
morgen mal nachfragen, warum das nicht passiert ist.
Mittwoch, 30. August
Der Pfosten der Schranke wurde doch nicht
geklaut, sondern vom Hausmeister entfernt, nachdem das Müllauto zum
wiederholten mal dagegen gefahren ist. Das Auto ist ziemlich groß und kräftig
und kommt daher schlecht um die Kurve vor dem Jägerheim...
Donnerstag, 31. August
Mittags ruft das Auslandsamt an, jemand will
einziehen, aber der Hausmeister ist nicht erreichbar. Ich schleppe einen Koffer
und überreiche die Schlüssel an einen völlig übermüdeten Inder. Die Fa. Miele
wird sich morgen melden wegen eines Termins für den Techniker, außerdem
bestelle ich endlich die fehlenden Knöpfe für Waschmaschinen nach.
Sonntag, 3. September
Mal wieder schlechte Nachrichten aus der
Waschküche: eine Waschmaschine ist undicht und produziert eine Überschwemmung,
die dann durch den verstopften Abfluß auf dem Boden nicht abfließt. Entfernen
eines seltsamen Drahtes löst das Problem, nur wird es noch mehr Überschwemmung,
da die Maschine gerade läuft. Der Trockner nebendran geht auch nicht. Dort ist
eine Lüsterklemme verbrannt, warum auch immer, vielleicht waren die Schrauben
nicht fest genug angezogen. Später kommt dann noch jemand, der jetzt sofort
einziehen möchte - auch gut.
Montag, 4. September
Morgens kommt der Miele-Techniker wegen der
Waschmaschine, stellt aber ziemlich schnell fest, daß die Platinen, die Rainer
und ich schon als defekt diagnostiziert hatten, wirklich schuld sind. Leider
muß er die aber erst bestellen, sodaß die Reparatur erst später möglich ist.
Die Arbeitsstunde plus Anfahrt kostet 200 DM :-( Später kommt mir dann die
rettende Idee, aus der anderen Waschmaschine die defekten Teile zu ersetzen -
mit Erfolg. Dabei stellt sich heraus, daß nur die Knöpfe kaputt sind, da werde
ich noch versuchen, sie selbst zu löten. Mittags eine weitere gute Nachricht:
die Feuerleiterfirma ist jetzt wirklich da, es wird incl. Gerüstbau etwa zwei
Wochen dauern.
Mittwoch, 6. September
Heute rief tatsächlich der Elektro-Krämer
zurück, der seit Monaten einen unserer Waschzähler hat. Seine Zähler-Idee sei
nix geworden, er bringt das Teil diese Woche noch vorbei. Muß ich mir wohl
selbst was überlegen. Meine andere Selbst-Aktion war erfolgreich, nach einlöten
zweier Drähte laufen wieder alle Waschmaschinen. Keine Ahnung was es war, aber
der Kurzschluß hat ein schwarzes Loch auf einer Platine hinterlassen.
Samstag, 9. September
Bei Conrad kaufe ich ein neues Spotlight für die
Spiegelkugel in der Heimbar und ein Zeitrelais, das einen kaputten Zähler einer
Waschmaschine ersetzen soll. Nach 10 Minuten Schaltplan lesen und nicht ganz
einer Stunde Kabel verdrahten scheint es zu funktionieren.
Sonntag, 10. September
Das Spotlight tut und die Lichtorgel bekommt
neue Schrauben.
Donnerstag, 14. September
HP-Sitzung, mal wieder nach längerer Pause.
Viel wichtiges gibts nicht, der Heimfesttermin wird auf Donnerstag, 9. November
festgelegt. Vielleicht gibts dieses mal auch wieder ein Motto.
Dienstag, 19. September
Die Ost-Feuerleitern sind fertig. Die
Konstruktion sieht insgesamt brauchbar aus.
Mittwoch, 20. September
Abends räumen Adrian, Alex, Michel und ich den
Tutkeller auf. Jetzt sind 10 statt 0,5 m2 Bodenfläche begehbar, wir
finden etliche interessante Gegenstände, die lange tief in irgendwelchen
Schrottkisten lagen.
Donnerstag, 21. September
Beim Durchsehen der letzten beiden
unaufgeräumten Tutkeller-Kisten finde ich mein seit dem letzten Heimfest
verschollenes Digicam-Ladegerät. Da ich mittlerweile schon ein neues gekauft
hatte, habe ich jetzt zwei.
Freitag, 22. September
Herr Keiner, der gerade auf der Westseite einen
Teil der Waschküche kachelt, erzählt mir, daß ihn während der Arbeit 100 DM
gestohlen wurden, als er eine Minute aus dem Raum war. Ab Montag wird auf der
Ost-Seite gearbeitet, in dieser Zeit kann nicht gewaschen werden. Torben,
Bianca und ich stellen den Heimbar-Fernseher endlich wieder an seinen Platz.
Dabei stellen wir fest, daß jemand die Lautsprecher der externen Boxen geklaut
hat - so langsam müssen wir vermutlich die Cola-Automaten festschließen, damit
sie keiner klaut.
Dienstag, 26. September
Am 4. Oktober ist Rotlicht-Heimbar, ich hänge
die von Nathalie vervielfältigten Plakate auf - vielen Dank an Bianca und
Jessica fürs Malen!
Mittwoch, 27. September
Die Parkmarken-Liste am Tutorenbrett ist
übervoll, ich hänge eine neue auf und bringe die alte ins Studentenwerk. Ab
morgen sollten die neuen Marken abholbereit sein. Abends sind einige Lampen im
Zwischentrakt aus, ich finde die (kaputte?) Sicherung im West-Keller.
Freitag, 29. September
Die Zeitrelais für die Waschzähler sind bei
Conrad eingetroffen. Das Abholen gestaltet sich allerdings schwierig, da die
Bestellung völlig falsch einsortiert wurde, außerdem wurde nur die Hälfte
geliefert. Der Rest kommt dann in ein paar Wochen.
Sonntag, 1. Oktober
Der Umbau von zwei Zählern dauert etwa eine
Stunde. Über den letzten Zähler nach alten System kamen in der letzten Zeit
einige Beschwerden, da lags anscheinend an einem schlecht festgeschraubten
Kabel. Später planen Michel und ich den neuen Schwenk-Platz, der auf der
Wiese Richtung Wald gebaut werden soll. Ein paar Teile von der alten
Teppichstange können recycled werden.
Mittwoch, 4. Oktober
Herr Schönenberger ist aus seiner Kur zurück. Er
wird sich darum kümmern, einen Kammerjäger gegen die Ameisen zu besorgen. In
der Heimbar Abends fällt gleich zu Beginn eine Horde Schüler ein. Nach einer
halben Stunde findet Bianca Schmierereien in der 11er-Toilette, die sie dann
von ihnen entfernen läßt. Vielleicht hätten wir sie gleich rausschmeißen sollen,
später sind sie aber friedlich.
Montag, 9. Oktober
Alex, Michel, Ludger, Andreas und ich graben das
Loch in der Wiese für den neuen Schwenkplatz. Die Baustoff-Firma bringt
pünktlich den Sand und die Kalksteinplatten, vergißt aber den Zement. Nach Kauf
eines Sacks sind die beiden von der ehemaligen Teppichklopfstange recycleten
Stangen schnell einbetoniert.
Dienstag, 10. Oktober
Morgens kommt Herr Schönenberger mit einem
Vertreter einer Kammerjägerfirma vorbei, es sollen in vier Etappen in allen
Zimmern und Räumen Köder ausgelegt werden. Losgehen wird es etwa in zwei
Wochen. Die Köder sind völlig ungiftig. Tagsüber regnet es recht stark, unser
Schwenker-Loch scheint aber genügend Wasser aufnehmen zu können, ohne daß es
vollläuft. Bevor es ganz dunkel wird, schippen Alex, Michel und ich noch Kies
und Sand drauf. Die Waschmaschinentermintafel auf der Ostseite versorge ich
mal mit ordentlichen Zettelaufhängern.
Donnerstag, 12. Oktober
Bianca und ich sprechen mit Frau Oswald und
Herrn Schönenberger die neuen Miet-Kalkulationen durch. Das Heim D hat in den
letzten Jahren Überschüsse angesammelt, die in den nächsten Semestern abgebaut
werden; daher wird die Miete etwa 10 DM niedriger angesetzt, als nach der
Kalkulation erforderlich wäre. Bei gleichbleibenden Kosten ist in etwa zwei
Jahren mit einer Mieterhöhung zu rechnen.
Samstag, 14. Oktober
Die letzten Tage hat Andreas angefangen, die
Platten zu verlegen, fertig wurden wir leider eine Stunde zu spät für die
Tutoren-Party, der "normale" Schwenker war schon in Betrieb. Jetzt fehlt noch
der Querbalken, an dem der Rost aufgehängt werden wird. Immerhin haben wir es
endlich geschafft, die vor Monaten fürs Schwenken aus einer alten Waschmaschine
ausgebaute Trommel mit der Flex fit zu machen. Die Party selbst lief ganz gut,
auch wenn nicht so viele Leute da waren.
Dienstag, 17. Oktober
Zusammen mit Herrn Schönenberger setze ich das
Schreiben auf, das alle über die geplanten Aktionen bzgl. Ameisen informieren
soll. Nebenher diskutieren wir die allgemeine Lage in den Wohnheimen, nix
besonderes.
Mittwoch, 18. Oktober
Nach letzten Korrekturen soll das Schreiben
morgen an alle verteilt werden, außerdem erhalten wir die Rechnung über die
Feuerleitern, die mittlerweile fast fertig sind. Unser Kassenwart Torben soll
unseren Anteil demnächst überweisen. An den ausrangierten und bisher im Keller
stehenden Kühlschrank montiere ich einen neuen Stecker (der alte wurde geklaut)
und transportiere ihn mit Goran in die 21er-Küche. Einen der neuen Waschzähler
hatte ich versehentlich auf eine zu kurze Zeitspanne eingestellt, was mit einen
Schraubenzieher leicht zu ändern war. Auf der anschließenden HP-Sitzung wurden
die Heimfest-Dienste verteilt, die meisten Flure wissen allerdings noch nicht,
was sie machen wollen.
Montag, 23. Oktober
Die restlichen Zeitrelais für Waschmaschinen und
Trockner hole ich bei Conrad ab. Wenn die Fa. Krämer jetzt noch den Zähler
zurück bringen würde, den sie seit Monaten hat, könnten wieder alle Maschinen
ordnungsgemäß laufen.
Dienstag, 24. Oktober
Die West-Waschmaschine ist angeblich kaputt, ich
kann aber nix finden.
Donnerstag, 26. Oktober
Die Ameisenjäger sind da und erstaunlich
schnell durch alle Zimmer durch, wo sie je etwa fünf Köder hinterlegen. In
einigen Zimmern sind die Köder schon nach 15 Minuten deutlich angefressen von
Ameisen.
Montag, 30. Oktober
Das Heimfest rückt näher, zumindest der AIDS-Stand
ist organisiert; den hatten wir beim letzten mal vergessen.
Dienstag, 31. Oktober
In einem Zähler haben sich zwei Waschmarken
verkeilt, sind aber relativ schnell beseitigt. Abends ist ein 21er-Pissoir
verstopft, die Klobürste hilft.
Mittwoch, 1. November
Ein anderes 21er-Pissoir ist verstopft, die
Klobürste hilft auch. Der Kabel-TV-Verstärker in der 21er Küche ist offenbar
kaputt, allerdings paßt der Ersatz nur fast, ich muß mal jemand auf dem 21er
finden, der einen Fernseher hat.
Donnerstag, 2. November
Eine Waschmaschine läßt sich nicht mehr
öffnen. Nach Schließen (!) der Tür geht sie wieder auf.
Freitag, 3. November
Nochmal das gleiche wie gestern.
Sonntag, 5. November
Die Planung für den Billardraum nimmt konkrete
Züge an. Wir werden den Tisch nicht im Tischtennisraum aufstellen, sondern im
jetzigen zweiten Fernsehraum, der dann in den zur Zeit ungenutzten, "dritten"
Fernsehraum umzieht. Vorteile sind, daß die im Tischtennisraum nötige Trennwand
nicht eingezogen werden muß und weniger Aufwand bei der restlichen
Raumausstattung (Lampen, Fußboden, ...) Wir entscheiden uns, die Wände
orange/rot zu streichen und werden Herrn Wolter bitten, das zu übernehmen. Der
"neue" Fernsehraum hat ebenfalls die ideale Größe und ist glücklicherweise in
gutem Zustand, sodaß man hier nur den Schrott wegwerfen muß, der sich
angesammelt hat. Im Heimcafé erfahre ich, daß die Gerüchte, wonach es keine
Parkmarken mehr für alle Heimbewohner geben soll, leider wahr sind. Die Uni
will nur noch an 20% der Gesamt-Bewohner von Heim D und E Parkmarken ausgeben,
realistisch ist aber ein Bedarf von 40 bis 60%. Die Marken für dieses Semester
sind schon weg; im nächsten Semester soll gelost werden. Wir finden das
natürlich nicht toll und werden uns zusammen mit Bernd vom E beschweren.
Montag, 6. November
Heute ging wieder alles gleichzeitig kaputt: die
Ameisenfirma ist bei der nächsten Köder-Runde nur bis zum 13er gekommen und hat
dann aufgehört, da die Küchenfächer zu stark verseucht sind und bitte bis
nächste Woche alle (!) geleert und gereinigt sein sollen. Daneben ging irgendwo
unter der Heimbar ein Rohr kaputt, sodaß es im ganzen Haus kein warmes Wasser
mehr gibt. Morgen wird hoffentlich zumindest die West-Seite wieder versorgt,
die Ost-Seite soll am Freitag wieder duschen können. Bis dahin soll ein neues
Rohr durch die Heimbar gelegt werden. Man bemerke - parallel zu Heimbar und
Heimfest. Naja, vielleicht bekommen wir bei der Gelegenheit wenigstens einen
Warmwasser-Anschluß an der Theke; bisher war da nur ein Boiler. Bernd und Bianca
konnten nicht viel erreichen in Sachen Parkmarken, ich werde morgen mit Bernd
einen neuen Versuch starten. Wenigstens hat Herr Wolter zugesagt, den
Billardraum zu streichen.
Dienstag, 7. November
Bernd und ich treffen Herrn Peters, den
Parkmarken-Zuständigen vor seinem Büro, er berichtet, daß die 20%-Regelung
schon seit längerer Zeit bestehe, aber nie angewendet worden sei. Die
Uni-Verwaltung sehe aber die Problematik und gebe seit gestern wieder Marken an
die Bewohner aus. Das Problem ist damit erstmal erledigt, allerdings sollen die
Park-Regelungen im nächsten Jahr überarbeitet werden, so daß mittelfristig
wieder eine Einschränkung kommen könne. Genau das will Herr Schönenberger, den
wir anschließen besuchen, verhindern und verspricht, in diesem Fall alle Hebel
bis zum Kultusministerium in Bewegung zu setzen. Weitere Stichworte:
Sperrmüll-Container für den Schrott aus den Kellerräumen und den Balkonen, ein
Warmwasser-Anschluß für die Heimbar-Theke, wenn sowieso gerade Leitungen
in/durch die Heimbar verlegt werden (das warme Wasser geht noch nicht wieder),
das Hausverbot wegen des Vorfalls vom 2. August wird durchgesetzt, das Geld von
unserem Anteil an den Feuerleitern ist angekommen. Nachts lassen Torben und ich
noch alle größeren Gegenstände aus dem zukünftigen Billardraum in den neuen
Fernsehraum umziehen. Der Fernseher läuft, der Müll wandert erstmal in den
Tischtennisraum.
Mittwoch, 8. November
Herr Wolter hat schon angefangen, den
Billardraum zu streichen. Ich lade die beiden Hausmeister zum Heimfest ein,
gute Beziehungen sind alles. Die gute Nachricht: das warme Wasser geht
zumindest auf der West-Seite wieder, die Ost-Seite muß noch bis etwa Freitag
warten. Der 15er/25er hatte die ganze Zeit Warmwasser - die Glücklichen.
Sebastian und ich machen die Heimbar-Anlage durch Einbau des alten Verstärkers
für die Boxen über der Theke Heimfest-tauglich. Leider kamen wir bisher nicht
dazu, die neuen Boxen-Kabel zu verlegen.
Donnerstag, 9. November
Herr Wolter bekommt zwei Bierkästen fürs
Streichen. Heimfest: Die Vorbereitungen ab 18 Uhr laufen erstaunlich
reibungslos und schnell ab, um 21 Uhr ist tatsächlich alles fertig. Relativ
früh schon werfen wir zwei Zeitgenossen wegen Hausverbots raus;
glücklicherweise gehen sie nach etwas Rumdiskutieren freiwillig. Unangenehmer
waren zwei Typen, die gegen 2 Uhr auf die Idee kamen, das 21er-Sofa einfach mit
dem Auto abtransportieren zu können. Drauf angesprochen wissen sie natürlich
nicht, wieso das Sofa plötzlich vor dem Wohnheim steht und fahren einfach weg.
Die Zahl der Bierleichen war diesesmal moderat. Die Polizei war auch mal kurz
da (wovon die HPs natürlich wieder nix mitbekommen haben), ist aber gleich
wieder verschwunden, da wir keine öffentliche Kneipe sind. Nathalie hatte
Frühstück besorgt, so daß das Aufräumen erträglich war. Um 8 Uhr wars dann
endlich überstanden.
Dienstag, 14. November
Auf der Verwaltungsrat-Sitzung des
Studentenwerks morgens gibts vor allem eine Neuigkeit: alles wie bisher. Die
Wohnheim-Situation ist relativ ausgeglichen, d.h. Vollbelegung bei sehr kurzen
Wartelisten - eine Ausnahme sind die Einzel-Appartements (bei uns 15er/25er),
hier muß man etwa ein Semester warten. Danach laufe ich mit den Ameisenjägern
durchs Heim. Die Küchenfächer waren bis auf wenige alle geräumt, die restlichen
hat Herr Pietsch heute morgen geöffnet. In der Mensa treffe ich Herrn
Schönenberger, den ich nochmal auf die Problematik von letztem Jahr anspreche,
wo die Erasmus-Bewohner Schwierigkeiten hatten, länger wohnen zu dürfen. Wir
werden das Auslandsamt ansprechen. Bianca hat schon die Aushänge für die auf
der nächsten HVV neu zu wählenden Ämter gemacht, wir beginnen mit dem
intensiven Teil der Kandidatensuche. Y-Khoa (2203) bewirbt sich als
Zeitungstutor.
Mittwoch, 15. November
Bei der TBD erkundige ich mich über den Stand
unseres Schwenkers, der dort geschweißt wird. Er soll in den nächsten Wochen
fertig werden, wir müssen allerdings noch den Spieß aus Edelstahl besorgen.
Donnerstag, 16. November
Silke (2308) will Landestutorin werden.
Bianca und ich kaufen 600 neue Waschmarken, um den seit einem Jahr bestehenden
Engpaß zu beseitigen. Im Baumarkt besorgen wir Lampen für den Billardraum,
sowie weiteres Elektrozubehör.
Freitag, 17. November
Christian (2225) will als Kassenwart
kandidieren.
Samstag, 18. November
Im 23er ist wieder mal der Strom ausgefallen.
Eine der Hauptleitungen ist durchgebrannt - Reparatur hoffentlich am Montag. In
der Heimbar ist mal wieder die Lichtorgel zu reparieren, außerdem fehlten am
Fernsehschrank seit Jahren zwei Schrauben.
Montag, 20. November
Stephan (1316) bewirbt sich als Zeitungstutor.
Damit fehlt im wesentlichen noch ein Heimpräsident, da vermutlich auch die
Netzwarte schon feststehen. Die HVV verschieben wir trotzdem eine Woche nach
hinten auf dem 30. November.
Dienstag, 21. November
Die nächste Ameisen-Runde hat Adrian
übernommen. Bei der TBD reserviere ich für Donnerstag einen Transporter, damit
endlich die Bühnenteile vor der Heimbar verschwinden, außerdem werden wir den
Billardtisch abholen. Die Kassenprüfung abends dauert sieben (!) Stunden, Joe
und Christian haben keine Einwände gegen Torbens Bücher.
Mittwoch, 22. November
HP-Sitzung: Die Ameisen sind auf den meisten
Fluren unvermindert anzutreffen. Bianca bittet die Flurräte, bis nächste Woche
einen Nachfolger zu finden, außerdem suchen wir immer noch einen zukünftigen
HP, für den anderen Ämter gibts zum großen Teil (fast-)Kandidaten. Adrian tritt
als Tutor zurück, da er mehr Zeit für sein Studium haben möchte. Rainer und ich
basteln während der Heimbar an einem Terminal rum, daß oben im Lesesaal
aufgestellt werden soll. (Dieses Projekt stammt noch aus den Anfängen meiner
Netzwart-Zeit, vielleicht wirds jetzt ja was...)
Donnerstag, 23. November
Mit dem Transporter fahre ich die Bühnenteile
zur Aula, anschließend machen Michel und ich uns auf den Weg nach Püttlingen.
Dort angekommen müssen wir feststellen, daß wir ungefähr drei Leute zu wenig
sind, um den Billardtisch (höllenschwer) samt Schiefer-Spiel-Platte (auch
höllenschwer) zu transportieren. Wir nehmen schon mal die Kugeln und ein paar
Kleinteile mit, am Mittwoch solls einen neuen Versuch mit mehr Leuten und
hoffentlich größerem Transporter geben.
Sonntag, 26. November
Die Heimbar-Decke wehrt sich standhaft dagegen,
Kabel an sich befestigen zu lassen, der Beton ist zu hart für alles. Immerhin
finden die neuen Heimbar-Preislisten ihren Platz.
Montag, 27. November
Nach schätzungsweise zwölf Anrufen bringt Felix
Krämer endlich den noch fehlenden Waschzähler vorbei. Morgen schaut er sich mal
unser Fernseh-Netz an. Bei Conrad kaufe ich eine neue Birne für den kaputten
Scheinwerfer im Tutkeller.
Dienstag, 28. November
Beim Nachmessen findet Herr Krämer heraus, daß
unser Premiere-Dekoder zu wenig Ausgangssignal treibt, ansonsten sieht alles
gut aus, d.h. der Fernseher in der Heimbar sollte genug Signal bekommen. Im
21er liegts anscheinend an kaputten Kabeln, der alte Verstärker dort tuts
zumindest im Moment, allerdings kommen am Abend wieder Beschwerden, daß das
Bild wieder schlecht ist.
Mittwoch, 29. November
In etlichen Küchen sind immer noch/wieder
Herdplatten kaputt, ich werde die Liste ans Studentenwerk geben, damit die sich
um Ersatzteile kümmern. Die neuen Busfahrpläne sind da. Ich kopiere sie für
alle Flure. Beim Medienzentrum bekomme ich eine Liste der Sender im
Satelliten-Netz (das Wohnheim hat kein "echtes" Kabelfernsehen wie in der
Stadt). Daß MTV so schlecht ist zur Zeit, können sie leider nicht ändern, da
mit Einbau unseres "Streifens" (d.h. unseren drei Kanälen Vox, MTV und DSF)
letztes Jahr ein neues Programmiergerät nötig wurde, das sie nicht haben - wir
sollen uns an die Fa. Rau wenden. Die TBD hat leider keinen LKW mehr zur
Verfügung für Freitag, daher können wir den Billardtisch erst nächste Woche
abholen. Die Flurratswahlen abends laufen ganz gut ab, alle Flure haben schon
Kandidaten, so daß nicht mehr lange gesucht werden mußte.
Donnerstag, 30. November
Ich mache die Wahlzettel für die HVV heute
abend fertig. Es sind für alle Ämter Kandidaten vorhanden, bei den
Zeitungstutoren sogar drei. Die HVV läuft wie gewohnt ab, nachdem alle alten
Amtsträger ihren Abschlußbericht vorgetragen und die neuen Kandidaten sich
vorgestellt haben, wird gewählt. Die Kassenprüfer hatten Torbens Buchführung
für generell in Ordnung befunden, bemängeln allerdings die ungenügende
Dokumentation und die schlechte Vorbereitung der Bücher auf die Kassenprüfung,
so daß diese unnötig lange gedauert habe - sieben Stunden plus Nach-Arbeit
zwecks Zusammentragen der diversen Unter-Kassen (Heimcafé und -frühstück,
Netzwarte, Fahrradkeller, sowie Pfandgutschriften bei den Getränkehändlern).
Zuvor hatte ich mein Tagebuch (dieses hier) zum ersten mal selbst gelesen -
ausgedruckt 30 A4-Seiten. Die Waschmaschinen waren 31mal kaputt, als
Haupt-Punkte meiner Amtszeit erwähne ich mehr Ordnung in den Akten, die
Satzungsänderung, Feuerleitern, gute Zusammenarbeit mit den Studentenwerk und
dem Hausmeister, die abgewehrte Internet-Beschränkung, die neu gestrichene
Heimbar, die geretteten Parkmarken und nicht zuletzt die durch dieses Tagebuch
geschaffene Offenheit. Diverser Kleinkram bleibt unerwähnt, der sonst meist
auch unentdeckt bleibt, aber trotzdem Zeit gekostet hat. Nicht geklappt hat ein
besseres Verhältnis zu den Putzfrauen (ich stehe zu spät auf), die
Wiedereinführung der gelben Säcke (wir wollen keine Ratten anlocken, und ein
geschlossener Container ist bei der Mülltrenn-Moral einiger Bewohner nicht
machbar) und die Durchsetzung des Parkverbots vor dem Heim (die Schranke ist
mit vertretbarem Aufwand nicht geschlossen zu halten). Mein Vorgänger Christian
wirft ein, diese Probleme seien schon so alt wie das Wohnheim und vermutlich
garnicht lösbar - wahrscheinlich hat er Recht. Noch ausstehend sind die
endgültige Beseitigung des Ameisenproblems, die Erasmus-Wohnverlängerungen, der
Billardraum und der Schwenker. Um die letzten beiden Dinge werde ich mich noch
kümmern, außerdem werde ich weiter die Waschmaschinen betreuen und auch den
bisher nebenher erledigten Webmaster-Job der Heim-Seite quasi offiziell
übernehmen. Nach zwei Stunden sind die Wahlzettel ausgezählt, ich bin -wie alle
anderen- entlastet (und erleichtert!), die Neuen sind bis auf einen der drei
Zeitungs-Kandidaten alle gewählt. Ich hoffe, daß das neue Heimpräsidium weiter
hervorragende kreative Ideen hat, um das Heim D weiter l(i)ebenswert zu
erhalten - ich hätte wirklich weniger Spaß am Heim gehabt, wäre ich nicht HP
gewesen. (Und weniger Spaß im Studium ohne das Heim D sowieso...) Jetzt habe
ich also viel Zeit zum Studieren, vielleicht wirds ja noch was mit der
Diplomarbeit dieses Semester, daß ich durchs Wohnheim(amt) Zeit im Studium
verloren habe, kann ich nicht sagen. Bianca, Maggie - alles Gute und viel
Erfolg!
Kapitel 3: Die Zeit danach
Samstag, 2. Dezember
Die Arbeit läßt mich nicht los. Die
West-Waschmaschine ist undicht (Draht im Ablauf, wo kommt der her?) und in
einem Ost-Zähler stecken zwei Münzen quer.
Montag, 4. Dezember
Am Morgen statten wir Schönenberger einen
Antrittsbesuch ab, mit ihm habe ich gern zusammengearbeitet, hoffentlich bleibt
das Verhältnis Heim D-Wohnheimabteilung so gut. Letzte HP-Sitzung. Bianca
schenkt mir zum Abschied eine hervorragende Teekanne (Danke!). Viel zu
besprechen gibts nicht, die neuen sind erst ein Wochenende im Amt und die
letzte Sitzung war vor kurzem. Ich verspreche, noch die Liste der defekten
Herdplatten zusammenzustellen und die 24er-Brotfachliste zu vervollständigen.
Irgendwann muß ich Maggie noch den Stempel etc. überreichen. Nach der
HP-Sitzung verraten Andreas und ich dem neuen Netzwart Dominique noch das
root-Paßwort, die technischen Details kommen irgendwann später; Patrick ist
nicht da. Torben und die Kassentante Edith kommen nachts noch vorbei, damit
ich die Kassenübergabe beaufsichtige.
Mittwoch, 6. Dezember
In der Heimbar ist die Anlage zu laut, nachdem
ich Bianca erklärt habe, wie man sie runter dreht, ist sie zu leise, bzw.
schwankt ständig in der Lautstärke. Anscheinend vertragen sich die beiden
Verstärker nicht.
Donnerstag, 7. Dezember
Wir treffen uns abends bei Bianca und sprechen
mit Maggie die letzten Übergabe-Details durch. Viel zu tun für mich gibts
nicht, die Präsidentinnen machen das unter sich aus. Aber Biancas Rechner will
nicht auf die HP-Dateien im Netzwerk zugreifen, wo meine Hinterlassenschaften
für die Nach-HP-Welt liegen. Vorher hatte ich noch den letzten Papierkram aus
meinem Zimmer in den Tutkeller transportiert.
Freitag, 8. Dezember
Heute klappt es endlich mit dem Abholen des
Billardtisches. Torben, Linards, Max, Dominique, Tibor, Michel und ich fahren
mit einem Uni-Transporter nach Püttlingen und transportieren den Tisch in den
ehemaligen Ost-Fernsehraum. Nach etwas Reinigen ist der Tisch einigermaßen
flott zusammengebaut. Bis zur offiziellen Eröffnung sind noch ein paar Lampen
aufzuhängen.
Montag, 11. Dezember
Bei Conrad kaufe ich zwei Adapter für den
auszutauschenden Verstärker, leider sinds die falschen, wie sich später
herausstellt.